Über den Forschungsschwerpunkt

Der räumliche Fokus des Forschungsschwerpunkts Diktaturen, Gewalt, Genozide richtet sich auf Europa, insbesondere auf Osteuropa. In zeitlicher Hinsicht liegt ein Fokus auf dem von Völkermord und anderen Massenverbrechen geprägten 20. Jahrhundert. Die Zeit der Weltkriege wird in ihren internationalen Verflechtungen und gesellschaftlichen Kontexten ebenso untersucht wie die Epoche des sog. Kalten Krieges. Eine besondere Bedeutung kommt der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust sowie dem Stalinismus zu. Das Interesse des Forschungsschwerpunkte gilt aber auch dem rasant verlaufenden und von Gewalt begleiteten Prozess der Dekolonialisierung und dessen Bedeutung für die Neustrukturierung der internationalen politischen Verhältnisse. Thematisch relevant sind weiters post-diktatoriale Wandlungsprozesse und ihre (rechts-)politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Folgewirkungen. Dabei kommt den Bemühungen vieler Länder nach dem Umbruch von 1989/90 eine besondere Aufmerksamkeit zu, den Übergang von Diktatur und Gewaltherrschaft aufzuarbeiten und eine neue gesellschaftlichen Ordnung zu schaffen, um die gesellschaftlichen Folgen von Terror und Menschenrechtsverletzungen zu verstehen.

 

Der Forschungsschwerpunkt zeichnet sich durch ein breites Interessenspektrum und eine Vielfalt von methodischen Ansätze aus; Themen und Methoden sind in der Lehre fest verankert. Über die Institutsgrenzen der Fakultät hinweg tauschen sich Forschende zu einschlägigen Themen aus, veranstalten regelmäßig Workshops, öffentliche Vorträge und Tagungen, auch mit internationalen Gästen.

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